Stoßwellenbehandlung

Was sind Stoßwellen?
Physikalisch betrachtet sind Stoßwellen sehr kurze Schallimpulse von hoher Energie die sich wellenförmig im Körper ausbreiten. An der Spitze der Wellen steigt der Druck innerhalb sehr kurzer Zeit schnell an und erreicht sehr hohe Werte. Besonders an Grenzflächen (z.B. am Übergang von Weichgewebe zu einem Kalkdepot oder im Sehnenansatzbereich am Knochen) werden erhebliche Kräfte freigesetzt. Dies führt zur berührungslosen Aktivierung des Kalkdepot oder der verbesserten Durchblutung einer Entzündungszone.

Wo kann die Stoßwellentherapie  helfen?
In Studien gesichert ist der Nutzen der Stoßwellentherapie bei Kalkablagerungen. Dies betrifft vor allem die Sehnen der Schulter (Kalkschulter) aber auch z.B. der Achillessehne. Die Stoßwellentherapie fördert die Resorption des Kalkdepot und trägt zum Abbau der Entzündung bei. Ebenfalls gesicherte Erfolge verzeichnet der Einsatz bei Sehnenentzündungen und Knochenhautreizungen. Hierzu zählen Fersensporn, Achillessehnenentzündung, Tennisarm, Periostitis des Schienbein und der Außenseite des Oberschenkels sowie Golferellenbogen und Rotatorenmanschettentendinitis. Gute Erfolge erzielt die Stoßwellentherapie auch bei hartnäckigen Muskelverspannungen im Rahmen der Muskel-Triggerpunktbehandlung.

Wie läuft die Stoßwellentherapie ab?
Zunächst wird durch Untersuchung, Ultraschall oder Röntgen der behandlungsbedürftige meist schmerzhafte Bereich indentifiziert. Der Schallkopf des Stoßwellengerätes wird genau auf den Behandlungsbezirk eingestellt und dieser Bereich wird dann mit Stoßwellen durchflutet. Pro Behandlung werden 2000-3000 Stoßwellen abgegeben. Die Energiestärke der Stoßwellen richtet sich nach der subjektiven Schmerzgrenze und sollte diese nur knapp unterschreiten. Eine vorangehende Kühlung des Bereichs mit einem Eispack senkt die Schmerzschwelle und verbessert die Verträglichkeit der Behandlung. Bei sehr starken Schmerzzuständen kann auch eine lokale Betäubung durchgeführt werden. Es sind meist drei Behandlungen notwendig welche im Abstand von 7-14 Tagen durchgeführt werden. Je nach Schmerzverlauf ist in einigen Fällen ist eine 1-2malige Nachbehandlung sinnvoll.

Was kostet die Stoßwellentherapie?
Die Behandlung wird mit hohem personellem und apparativen Aufwand erbracht. Für die Krankenversicherer bietet die Stoßwellentherapie Vorteile, da meist eine teure Operation verhindert werden kann. Diese Erkenntnis hat dazu geführt, dass die Privaten Krankenversicherer die Kosten der Stoßwellentherapie übernehmen. Anders bei den Gesetzlichen Krankenkassen. Hier ist die Bereitschaft zur Kostenübernahme nur sehr eingeschränkt. Meist wird auf die Operation verwiesen. Die Abrechnung erfolgt nach GoÄ Ziffer 302.

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