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Wirbelsäule

Rückenschmerzen sind in unserer Gesellschaft eine der häufigsten Ursachen für dauerhafte und chronische Schmerzen. Da sich Rückenschmerzen in Ursache und Ausprägung unterscheiden, wählen Sie bitte aus dem Menu die Lokalisation Ihrer Beschwerden.

Arm

Die Funktion und Beweglichkeit der oberen Extremität mit Schulter-, Ellenbogen-, Hand- und Fingergelenken sind entscheidend für jegliche Tätigkeit im Alltag und Beruf. Zur genaueren Lokalisation Ihrer Beschwerden wählen Sie bitte aus einem der Unterpunkte.

Bein

Die Funktion und Beweglichkeit der unteren Extremität mit Hüft-, Knie- Sprung- und Fussgelenken sind entscheidend für die Fortbewegung. Zur genaueren Lokalisation Ihrer Beschwerden wählen Sie bitte aus einem der Unterpunkte.



Iliosakralgelenk

Das Iliosakralgelenk (Kurzform: ISG) stellt anatomisch eine Besonderheit an unserem Körper da. Es besitzt zwar knorpelige Gelenksoberflächen ist aber durch die festen und rigiden Bandstrukturen in seiner Beweglichkeit sehr eingeschränkt. Jedoch ist die Beweglichkeit des Iliosakralgelenks entscheidend für die Beweglichekit des Oberkörpers und der Beine. Daher ist eine Erkrankung des Iliosakralgelenkes wie Entzündung oder Blockade in der Regel mit heftigen und anhaltenden Schmerzen verbunden. Diese Schmerzen können lokal mit blockadeartigen Gefühl verbunden sein. Des weiteren können ISG-Schmerzen ausgehend vom Iliosakralgelenk bis in das Bein ziehen. Dieses Phänomen wird als pseudoradikuläre Schmerzen beschrieben. Ursächlich ist oft nur eine mechanische Blockade am Gelenk, die sich chirotherapeutisch lösen lässt. Es gibt allerdings auch hier Arthrosen des Gelenksknorpel am Iliosakralgelenk, sodass die beschriebenen Schmerzsyndrome häufiger oder andauernd auftreten. Auch ist das Iliosakralgelenk oft Ausgangspunkt rheumatische Erkrankungen der Wirbelsäule, insbesondere der sogenannten Sakroilitis oder auch als Morbus Bechterew bekannt. In diesem Falle ist allerdings auch eine weitere rheumatologische Untersuchung angezeigt. Klinisch lassen sich manualtherapeutisch verschiedene Tests mit bestimmten Triggerpunkten an der Iliosakralfuge untersuchen. Auch findet sich oft eine funktionelle Beinlängendifferenz, also ein Beinlängenunterschied, der durch die Blockade des Iliosakralgelenks verursacht ist.
Therapeutisch lässt sich dies ISG-Blockade recht leicht deblockieren, also lösen. Manchmal ist eine Vorbehandlung mit Wärme oder muskelrelaxierenden Medikamenten notwendig. Auch die Infiltration der Iliosakralfuge bringt oft unmittelbar eine Beschwerdebesserung. Bei andauernden Beschwerden und Schmerzen im ISG-Bereich kann eine Denervierung, eine Schmerzunempfindlichmachung,  in minimalinvasiver Technik erfolgen. Desweiteren können Infiltrationen mit knorpelregenerierenden Substanzen versucht werden. In nur sehr seltenen Fällen ist die Arthrodese, eine Versteifung des Iliosakralgelenkes als Ultima Ratio angezeigt.